Iran: Zwischen Tschador und Skaterszene. Zwischentöne einer interreligiösen Begegnungsreise

© Dr. Elisabeth Zissler

Beitrag von Mag. Dr. Elisabeth Zissler (Universität Wien) für feinschwarz.net

Das Institut für Religionswissenschaft der Universität Graz veranstaltete im Herbst 2019 eine interreligiöse Begegnungsreise in den Iran. Besucht wurden die Städte Mashhad, Teheran, Qom, Kaschan und Isfahan. Aufgrund einer Vielzahl an akademischen, kulturellen und interreligiösen Programmpunkten, konnte ein differenzierter Einblick in die Diversität und Ambivalenz des Landes gewonnen werden. Eine Frage, die sich allerdings nach der Rückkehr unweigerlich aufdrängte: Wie kann über ein Land, das so facettenreich und widersprüchlich ist, angemessen berichtet werden – ohne Klischees und Vorurteile zu bedienen? Im Folgenden einige Zwischentöne. „Iran: Zwischen Tschador und Skaterszene. Zwischentöne einer interreligiösen Begegnungsreise“ weiterlesen

Dominikaner-Kardinal Yves Congar vor 25 Jahren gestorben

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Beitrag von Alexander Brüggemann für kathpress.at

Immer wieder aufstehen – die Devise durchzieht die Biografie vieler großer Persönlichkeiten in Politik und Religion. Der französische Dominikaner Yves Congar musste viele Nackenschläge einstecken – und wurde trotzdem einer der wichtigsten Theologen des 20. Jahrhunderts. Am 22. Juni 1995, vor 25 Jahren, starb er mit 91 Jahren in Paris. „Dominikaner-Kardinal Yves Congar vor 25 Jahren gestorben“ weiterlesen

Kirchenrecht. Eine verbindliche „Gesellschaftsordnung“ für die Gemeinschaft der Glaubenden

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Beitrag von Dr. Ernst Pucher

Nach einem öfters zitierten Wort von Thomas von Aquin ist Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit grausam, Barmherzigkeit  ohne Gerechtigkeit die Mutter der Auflösung. (Comm. in Matthaeum V,2)

Damit befinden wir uns bereits mitten in der komplexen Wirklichkeit von „Kirche“, die als Nachfolgegemeinschaft Jesu die menschgewordene Liebe und Barmherzigkeit Gottes gerecht zu leben und zu verkünden hat. Die rechtlich verfasste Institution „Kirche“ bietet ihren Gliedern diesbezüglich Identität, Einheit und – im Rückgriff auf bewährte Traditionen – Entlastung von ständiger Neu-Begründung. „Kirchenrecht. Eine verbindliche „Gesellschaftsordnung“ für die Gemeinschaft der Glaubenden“ weiterlesen

Veranstaltungstipp: Die arabische Petrusliturgie vom Sinai – eine unedierte Quelle des liturgischen Austauschs zwischen West und Ost

© Centre for Advanced Studies Beyond Canon_

DDr. Predrag Bukovec, Lehrender der Theologische Kurse, Fellow des Centre for Advanced Studies „Beyond Canon_“ und Habilitand am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft an der Universität Regensburg, ediert und analysiert mit Dr. Dr. Ramez Mikhail, Humboldt-Fellow am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Universität Regensburg, die arabische Version der römischen Messliturgie aus einer Handschrift des Katharinen-Klosters am Berg Sinai. Der Text wird am 10. Juni 2020 um 12.00 Uhr erstmals der wissenschaftlichen Öffentlichkeit vorgestellt. Der Titel dieser Veranstaltung lautet: „Die arabische Petrusliturgie vom Sinai – eine unedierte Quelle des liturgischen Austauschs zwischen West und Ost.“

Weitere Informationen entnehmen Sie dem Plakat:  LINK

Alles hat seine Zeit – Nutze sie! Plädoyer für ein bewusst gestaltetes Leben im Jetzt

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Beitrag von Ao. Univ.-Prof. Dr. Andreas Vonach, Universität Innsbruck

Phänomene wie Globalisierung, weltweite Vernetzung oder Infragestellung von Gewohntem und Bewährtem durch Infiltration anderer Lebens- und Denkweisen bieten einerseits Chancen, bergen andererseits aber auch Gefahren in sich. Viele Menschen unserer Zeit können ein Lied davon singen. Die genannten Entwicklungen lassen die Zeit schnelllebig und das Leben kurz sowie den Alltag hektisch erscheinen. Was für die einen zu ökonomischem und wirtschaftlichem Aufschwung verbunden mit persönlichem Reichtum führt, treibt andere in die innere Emigration, in Not und Armut. Kurzum: Manche Menschen vermögen die Gelegenheiten, die das moderne Leben bietet, für sich zu nutzen, andere können dies weniger und gehen daran sukzessiv zugrunde. „Alles hat seine Zeit – Nutze sie! Plädoyer für ein bewusst gestaltetes Leben im Jetzt“ weiterlesen

Anmerkungen zur Geschichte des Eheverständnisses und der Trauungsliturgie

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„Warum heute (noch) heiraten?“ – Diese Frage lässt sich im Blick auf die nunmehr zu unternehmende Zeitreise durch die Geschichte der Ehe und Trauung nochmals zuspitzen auf die nicht minder interessante Frage „Warum heute (noch) kirchlich heiraten?“ Klingt darin doch ein Zusammenhang zwischen einer Lebensform und ihrer religiösen Legitimierung an, der sehr vertraut und doch weniger selbstverständlich ist als gemeinhin angenommen. „Anmerkungen zur Geschichte des Eheverständnisses und der Trauungsliturgie“ weiterlesen

App und Animationsfilm zu Forschung in Analytic Theology

© Loyola Productions Munich - Visualizing Minds

Mit der App „Gott Seeker – Was die Welt im Inneren Zusammenhält“ und einem 42-minütigen Animationsfilm machen die Universität Augsburg (UNIA), die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Innsbruck (UIBK), die Hochschule für Philosophie München (HFPH), die Universität Regensburg (UR) und die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen (PTH) Ergebnisse von sechs Jahren interdisziplinärer Forschung zwischen Philosophie und Theologie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. „App und Animationsfilm zu Forschung in Analytic Theology“ weiterlesen

„Wandlung“ und „Verbuntung“ der Religion

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Der katholische Theologe und Religionssoziologe Paul Michael Zulehner hat – unter dem Titel „Wandlung“ – eine neue Studie vorgelegt. Seit 50 Jahren erforscht er die Religion der Österreicherinnen und Österreicher. Sein Befund: Die Gesellschaft wird nicht säkularer, sondern bunter. Menschen würden sich ihren eigenen religiösen Kosmos basteln, mit den jeweils dazu passenden Jenseits- und Gottesvorstellungen. „„Wandlung“ und „Verbuntung“ der Religion“ weiterlesen

Gott zu lieben. Johannes Paul II (1920 – 2005)

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Beitrag von Prof. Dr. Krzysztof Michalski (+2013), Boston University/IWM

Wir danken Herrn Dr. Ludger Hagedorn, dem Leiter des Krzysztof Michalski Archivs am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien für die freundliche Genehmigung zum Abdruck dieses Beitrags.


»Liebst du mich?«, fragte Christus, nach dem Evangelium des heiligen Johannes, im Fortgehen seinen Schüler Simon Petrus.

»Liebst du mich?«, sagte Kardinal Wojtyla in der römischen Kirche des heiligen Stanislaus während der Messe für den eben verstorbenen Johannes Paul I, »das ist die einzige Frage, in deren Licht wir jedes Pontifikat und jede menschliche Angelegenheit betrachten müssen.« „Gott zu lieben. Johannes Paul II (1920 – 2005)“ weiterlesen