Auf der Suche nach seinem Antlitz

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„Gott zu suchen“ ist die Aufgabe jedes religiösen Menschen. Ein Christ sucht Gott in der Bibel, in der Natur, in den Ereignissen des eigenen Lebens, in der christlichen Tradition, in der Liturgie oder einfach im stillen Gebet. Auf dieser Suche helfen auch viele Wegweiser: Gebetbücher, theologische und geistliche Literatur, geistliche Begleitung, Exerzitien oder die Stimme des eigenen Herzens. Das ist gut und richtig so, denn Jesus selbst ermutigt: „Sucht und ihr werdet finden.“ (Mt 7,7) Doch die jüdisch-christliche Tradition kennt auch die entgegengesetzte Bewegung, die in der persönlichen Spiritualität manchmal in Vergessenheit gerät. „Auf der Suche nach seinem Antlitz“ weiterlesen

Weihnachten für alle?

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Weihnachten ist seit dem 4. Jahrhundert in der Westkirche als Geburtsfest Jesu bekannt; im Osten des römischen Reiches hingegen gehört die Geburt Jesu zum Fest Erscheinung des Herrn (Epiphanie) am 6. Jänner. Beide Feste werden rasch populär, schärfen ihr Profil und werden bis heute gefeiert. Die Geburtsthematik verblieb beim Weihnachtsfest, während das Erscheinungsfest weitere Motive an sich gezogen hat: den Besuch der Sterndeuter aus dem Osten, die Taufe Jesu im Jordan und das Weinwunder bei der Hochzeit zu Kana: Sie offenbaren, dass Jesus von Anfang an „Sohn Gottes“ ist. „Weihnachten für alle?“ weiterlesen

„Einen wunderbaren Tausch hast du vollzogen…“ Notizen zur Feier von Weihnachten und Epiphanie

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„Dein göttliches Wort wurde ein sterblicher Mensch, und wir sterbliche Menschen empfan­gen in Christus dein göttliches Leben.“ Mit diesen Worten beschreibt die dritte Präfation von Weih­nachten den Inhalt des Weihnachtsfestes: Ein wundersamer, ja paradoxer Tausch findet statt,  ein Tauschhandel (lat. commer­cium), bei dem die reich werden, die nicht zahlen können! „„Einen wunderbaren Tausch hast du vollzogen…“ Notizen zur Feier von Weihnachten und Epiphanie“ weiterlesen