Der Stephansdom: Mehr als ein Bau aus Stein

© mdb_edw

Kulturgut, Fotomotiv, Wahrzeichen – den Stephansdom kennt jeder Tourist und jedes Kind. Doch geht die „Sehenswürdigkeit“ des Domes weit darüber hinaus: Innen und außen, von den Fundamenten bis zur Turmspitze, erzählt er – in Stein, Holz, Glas und Erz, in Gewand und Gerät, Klang und Raum, Schrift und Bild – seine eigene Geschichte sowie die seiner Erbauer und Besucher, deren Hoffnungen und Frömmigkeit, Ängste und Heilsvergewisserung ihn geformt haben … Der jährlich von den THEOLOGISCHEN KURSEN angebotene Spezialkurs „Der Stephansdom: Mehr als ein Bau aus Stein“ lädt dazu ein, den vertrauten „Steffl“ mit anderen Augen, vielleicht aus einer ungewohnten Perspektive oder auch einfach nur eingehender als sonst zu betrachten. „Der Stephansdom: Mehr als ein Bau aus Stein“ weiterlesen

Veranstaltungstipp: Die arabische Petrusliturgie vom Sinai – eine unedierte Quelle des liturgischen Austauschs zwischen West und Ost

© Centre for Advanced Studies Beyond Canon_

DDr. Predrag Bukovec, Lehrender der Theologische Kurse, Fellow des Centre for Advanced Studies „Beyond Canon_“ und Habilitand am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft an der Universität Regensburg, ediert und analysiert mit Dr. Dr. Ramez Mikhail, Humboldt-Fellow am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Universität Regensburg, die arabische Version der römischen Messliturgie aus einer Handschrift des Katharinen-Klosters am Berg Sinai. Der Text wird am 10. Juni 2020 um 12.00 Uhr erstmals der wissenschaftlichen Öffentlichkeit vorgestellt. Der Titel dieser Veranstaltung lautet: „Die arabische Petrusliturgie vom Sinai – eine unedierte Quelle des liturgischen Austauschs zwischen West und Ost.“

Weitere Informationen entnehmen Sie dem Plakat:  LINK

„Nah – und schwer zu fassen“. Poetikvorlesungen zwischen Literatur und Religion

© Alvaro Aerrano on Unsplash

Beitrag von Dr. Tobias Mayer

Allen dunklen Stunden menschlichen Daseins zum Trotz bringen ästhetische (sinnliche) Erfahrungen es immer wieder zum Vorschein: das Wunder im Beiläufigen, das Ergreifende im Flüchtigen. Eines der Ausdrucksmittel für diese Widerfahrnisse ist die Dichtung. In der Literatur selbst steckt überdies eine unverfügbare Kraft, die den Menschen über sich selbst hinausführen kann. In der ersten Strophe von Hölderlins Hymne „Patmos“ heißt es: „Nah ist / Und schwer zu fassen der Gott“ – eine Wendung, in der man das Problem aller Versuche zwischen Literatur und Religion angedeutet sehen kann. Der Auftakt enthält aber auch ein Versprechen, wenn man die folgenden Zeilen der Hymne kommentierend hinzu nimmt: „So sprach ich, da entführte / Mich schneller, denn ich vermutet / Und weit, wohin ich nimmer / Zu kommen gedacht, ein Genius mich“… „„Nah – und schwer zu fassen“. Poetikvorlesungen zwischen Literatur und Religion“ weiterlesen

Stefan Zweig über Erfolg in der Politik

Stefan Zweig
© Stefan Zweig, wikimedia commons

Am 29. Jänner 2020 hielt Dr. Arturo Larcati, der Leiter des Stefan Zweig Zentrums der Universität Salzburg bei der AKADEMIE am DOM einen Vortrag, in dem er den folgenden Text vorstellte, den Zweig 1934 veröffentlicht hatte. Er stammt aus seinem Werk Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam und liest sich wie für heute geschrieben. „Stefan Zweig über Erfolg in der Politik“ weiterlesen

In Stein gemeißelt? Die Glaubensbekenntnisse im Wandel der Zeit

© The Metropolitan Museum of Art

Nicht viele Texte der (Kirchen)Geschichte können eine ähnliche Karriere vorweisen: Die christlichen Glaubensbekenntnisse erfüllen seit jeher eine Vielzahl von Funktionen und gehören zu den faszinierendsten Dokumenten des Christentums: Sonntag für Sonntag werden sie im Gottesdienst gesprochen oder gesungen. Sie finden Verwendung im Katechumenat, bei der Taufe, in der Predigt, in Gebeten, im Exorzismus – und im Kampf gegen Häresien. In der Geschichte wird ihnen bisweilen sogar magische Wirkung zugeschrieben. Wie sind die christlichen Glaubensbekenntnisse erstanden, welche Funktionen erfüllten sie und welche Bedeutung können sie noch für heute entfalten? „In Stein gemeißelt? Die Glaubensbekenntnisse im Wandel der Zeit“ weiterlesen

Die Macht der Sprache

© Olek Remesz, Wiki Commons

Zum neuen Programm in der AKADEMIE am DOM 2019/20

„Niemand holt sein Wort wieder ein.“ (Wilhelm Busch) Ob Liebesgeflüster, Rufmord oder Tabuworte – einmal in die Welt gesetzt, zeigen Worte Wirkung, entfaltet Sprache Macht, ja, entfacht mitunter sogar Gewalt. Zugleich wirkt Sprache nach innen, sie bestimmt die Wahrnehmung der Welt und unser Bewusstsein. Die AKADEMIE am DOM befasst sich im Studienjahr 2019/20 mit bemerkenswerten Aspekten von Sprache. „Die Macht der Sprache“ weiterlesen