Pastoraltheologie: Eine Selbstvergewisserung der Kirche im Licht der Gegenwart

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Beitrag von Assoc. Prof. MMag. Dr. Regina Polak

Vom Anwendungsfach zur Vielfalt der Zugänge

„Jetzt lernen wir, wie wir die Theologie in die Praxis umsetzen!“ Mit dieser Erwartung kommen viele TeilnehmerInnen in das Fach Pastoraltheologie. Die Theologie sagt, was geglaubt werden soll – die Pastoraltheologie sagt, wie man das „vermitteln“ soll.

Tatsächlich stand am „Geburtsort“ der Pastoraltheologie genau diese Vorstellung. Als der Benediktinerabt Franz Stephan Rautenstrauch, Direktor der Theologischen Fakultät der Universität Wien,  1774 das Institut für Pastoraltheologie gründete, lag der Fokus dieses an der Aufklärung orientierten Faches auf der Anwendungsorientierung. Die Pastoraltheologie sollte die „Religionsdiener“ der Kirche so ausbilden, dass diese die Glaubensinhalte dem Volk gut vermitteln und die Gläubigen so zu „anständigen“ Bürgerinnen und Bürgern erziehen konnten. In vielen Ländern dieser Welt findet sich ein solches umsetzungsorientiertes Fachverständnis bis heute. „Pastoraltheologie: Eine Selbstvergewisserung der Kirche im Licht der Gegenwart“ weiterlesen

„Wandlung“ und „Verbuntung“ der Religion

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Der katholische Theologe und Religionssoziologe Paul Michael Zulehner hat – unter dem Titel „Wandlung“ – eine neue Studie vorgelegt. Seit 50 Jahren erforscht er die Religion der Österreicherinnen und Österreicher. Sein Befund: Die Gesellschaft wird nicht säkularer, sondern bunter. Menschen würden sich ihren eigenen religiösen Kosmos basteln, mit den jeweils dazu passenden Jenseits- und Gottesvorstellungen. „„Wandlung“ und „Verbuntung“ der Religion“ weiterlesen

Karwochenliturgie im Zeichen von Covid-19 – eine vertane Chance

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Beitrag von Univ.-Prof. Dr. Johann Pock

Die Regelungen zur Feier der Karwochenliturgie der Gottesdienstkongregation und der Österreichischen Bischofskonferenz sehen eine Feier einzelner Priester im kleinsten Kreis vor. Der Großteil der KatholikInnen ist ausgeschlossen. Grundsätzlichere Schritte im Sinne der Anerkennung des Taufpriestertums wurden nicht gemacht – eine vertane Chance. Pastoralliturgische Überlegungen von Johann Pock „Karwochenliturgie im Zeichen von Covid-19 – eine vertane Chance“ weiterlesen

Im Wald besser beten?

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„Wenn ich allein bin, kann ich besser beten als mit anderen, deshalb gehe ich nicht in die Kirche.“ – Bestimmt können viele Menschen dieser Feststellung einiges abgewinnen, wenn auch sie erleben, dass in der Einsamkeit die persönliche Begegnung mit Gott besser und intensiver gelingt als „in der Kirche“. Ungestört von der Welt, ungestört von anderen.

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