Dürfen wir als Christen guten Gewissens Fleisch essen?

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Beitrag von Prof. Dr. Martin M. Lintner OSM für katholisch.de

Wie viel soll Fleisch kosten? Wie viel dürfen wir essen? Können wir überhaupt noch guten Gewissens Fleisch essen? Und was sagt die Bibel dazu? Das sind angesichts einer wachsenden Sensibilität für das Tierwohl in der Landwirtschaft brisante Fragen. Es sind angesichts der globalen Klimaveränderung, zu der die Treibhausgasemissionen in der intensiven Landwirtschaft und Nutztierhaltung entscheidend beitragen, aber auch brennende ökologische und politische Fragen.

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Der katholische Elefant in Zeiten der Pandemie

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Beitrag von Dr. Piotr Kubasiak für die Guardini Stiftung e.V.

Der im Dezember 2019 verstorbene Theologe Johann Baptist Metz prägte das Bild eines katholischen Elefanten, „der sich schon vom Bild her schwerlich in eine Nische sperren lässt und der in seinem veritablen Umfang immerhin schon über viele Epochenschwellen hinweggezogen ist – meist schweren, schleppenden Schritts und nicht selten eben auch wie der Elefant im Porzellanladen“. Den schleppenden Schritt hat der Kabarettist Helmut Schleich auf den Punkt gebracht, als er Benedikt XVI. in den Mund legte: „Erst kürzlich haben wir zugegeben, dass wir geirrt haben. Die Erde ist keine Scheibe. Galileo Galilei hatte Recht. Das muss man schonungslos aussprechen, auch wenn es schmerzen mag.“ Trotz der satirischen Übertreibung ist unbestritten, dass der katholische Elefant auch heute in vielen Punkten unzeitgemäß wirkt und sich dies nicht nur auf die Unzeitgemäßheit des Evangeliums schieben lässt. „Der katholische Elefant in Zeiten der Pandemie“ weiterlesen

Iran: Zwischen Tschador und Skaterszene. Zwischentöne einer interreligiösen Begegnungsreise

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Beitrag von Mag. Dr. Elisabeth Zissler (Universität Wien) für feinschwarz.net

Das Institut für Religionswissenschaft der Universität Graz veranstaltete im Herbst 2019 eine interreligiöse Begegnungsreise in den Iran. Besucht wurden die Städte Mashhad, Teheran, Qom, Kaschan und Isfahan. Aufgrund einer Vielzahl an akademischen, kulturellen und interreligiösen Programmpunkten, konnte ein differenzierter Einblick in die Diversität und Ambivalenz des Landes gewonnen werden. Eine Frage, die sich allerdings nach der Rückkehr unweigerlich aufdrängte: Wie kann über ein Land, das so facettenreich und widersprüchlich ist, angemessen berichtet werden – ohne Klischees und Vorurteile zu bedienen? Im Folgenden einige Zwischentöne. „Iran: Zwischen Tschador und Skaterszene. Zwischentöne einer interreligiösen Begegnungsreise“ weiterlesen

Dominikaner-Kardinal Yves Congar vor 25 Jahren gestorben

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Beitrag von Alexander Brüggemann für kathpress.at

Immer wieder aufstehen – die Devise durchzieht die Biografie vieler großer Persönlichkeiten in Politik und Religion. Der französische Dominikaner Yves Congar musste viele Nackenschläge einstecken – und wurde trotzdem einer der wichtigsten Theologen des 20. Jahrhunderts. Am 22. Juni 1995, vor 25 Jahren, starb er mit 91 Jahren in Paris. „Dominikaner-Kardinal Yves Congar vor 25 Jahren gestorben“ weiterlesen

Kirchenrecht. Eine verbindliche „Gesellschaftsordnung“ für die Gemeinschaft der Glaubenden

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Beitrag von Dr. Ernst Pucher

Nach einem öfters zitierten Wort von Thomas von Aquin ist Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit grausam, Barmherzigkeit  ohne Gerechtigkeit die Mutter der Auflösung. (Comm. in Matthaeum V,2)

Damit befinden wir uns bereits mitten in der komplexen Wirklichkeit von „Kirche“, die als Nachfolgegemeinschaft Jesu die menschgewordene Liebe und Barmherzigkeit Gottes gerecht zu leben und zu verkünden hat. Die rechtlich verfasste Institution „Kirche“ bietet ihren Gliedern diesbezüglich Identität, Einheit und – im Rückgriff auf bewährte Traditionen – Entlastung von ständiger Neu-Begründung. „Kirchenrecht. Eine verbindliche „Gesellschaftsordnung“ für die Gemeinschaft der Glaubenden“ weiterlesen

App und Animationsfilm zu Forschung in Analytic Theology

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Mit der App „Gott Seeker – Was die Welt im Inneren Zusammenhält“ und einem 42-minütigen Animationsfilm machen die Universität Augsburg (UNIA), die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Innsbruck (UIBK), die Hochschule für Philosophie München (HFPH), die Universität Regensburg (UR) und die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen (PTH) Ergebnisse von sechs Jahren interdisziplinärer Forschung zwischen Philosophie und Theologie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. „App und Animationsfilm zu Forschung in Analytic Theology“ weiterlesen

Gott zu lieben. Johannes Paul II (1920 – 2005)

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Beitrag von Prof. Dr. Krzysztof Michalski (+2013), Boston University/IWM

Wir danken Herrn Dr. Ludger Hagedorn, dem Leiter des Krzysztof Michalski Archivs am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien für die freundliche Genehmigung zum Abdruck dieses Beitrags.


»Liebst du mich?«, fragte Christus, nach dem Evangelium des heiligen Johannes, im Fortgehen seinen Schüler Simon Petrus.

»Liebst du mich?«, sagte Kardinal Wojtyla in der römischen Kirche des heiligen Stanislaus während der Messe für den eben verstorbenen Johannes Paul I, »das ist die einzige Frage, in deren Licht wir jedes Pontifikat und jede menschliche Angelegenheit betrachten müssen.« „Gott zu lieben. Johannes Paul II (1920 – 2005)“ weiterlesen

ad Covid-19: Die Blöße (Nacktheit, Blödigkeit) des Souveräns

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Auszug aus: Peter Zeillinger, Das Unvereinbare im Zentrum des Politischen. Zum politischen Potenzial von Agambens Homo-Sacer-Projekt, in: Martin Kirschner (Hg.), Subversiver Messianismus (Baden-Baden: Nomos, 2020) [im Druck].

Es ist an der Zeit einen Schritt zurückzutreten und die Situation zu überdenken: Die aktuelle globale Ausnahmesituation unterscheidet sich vom klassischen Verständnis eines politischen oder juridischen »Ausnahmezustands«. Sie entlarvt nicht nur das Konzept der souveränen Entscheidung über den Ausnahmezustand als Illusion, sondern betrifft auch das Verständnis souveräner Macht als solcher. Die Versuche »souveräner Gesten« wie Sie Donald Trump, Boris Johnson oder Jair Bolsonaro an den Tag gelegt haben, erwiesen sich alsbald als lächerlich. Auch Aussagen des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz lassen sich in diesem Kontext strukturell hinterfragen. Das nunmehr abgeschlossene Homo-Sacer-Projekt des italienischen Philosophen Giorgio Agambens lässt dagegen Kriterien für das kritische Potenzial einer »kommenden Politik« sichtbar werden, die ohne Rückgriff auf eine souveräne Instanz wirksam wird. Diese »Politik im-Kommen (ital. que viene, fr. à-venir)« verweist dabei nicht auf eine chronologisch künftige Zeit, sondern entfaltet sich bereits im »Hier-und-Jetzt«. Agamben vergleicht dieses »Kommende-schon-jetzt« mit der messianischen Struktur der biblischen Tradition.
(Der Text erscheint als Anhang zu einer Einführung in die Begriffe und die Methodik des Denkens von Giorgio Agamben, sowie ein affirmatives Verständnis seiner Hinweise zu einer »kommenden Politik« im Kontext seines Homo-Sacer-Projekts.) „ad Covid-19: Die Blöße (Nacktheit, Blödigkeit) des Souveräns“ weiterlesen

Nachdenklichkeit – Keine Nähe zu Verschwörungstheorien

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Hochrangige Kirchenvertreter mit Erzbischof Viganos und Kardinal Müllers an der Spitze rufen zum Kampf: Sie identifizieren die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie als Verschwörung der Mächtigen dieser Welt („Mächte der Finsternis“), sparen nicht mit unsäglichen Unterstellungen und reklamieren als „Grundrecht, das der Herr Jesus Christus ihr gegeben hat“ die Aufhebung der Beschränkung für gottesdienstliche Versammlungen.

Ich wurde gefragt, ob ich mich mit meinen kritischen Corona-Rückfragen an die Kirchenleitung in Österreich (Blog-Beitrag vom 8.5.20) nicht in der Nähe dieser Verschwörungstheorie bewege: „Nachdenklichkeit – Keine Nähe zu Verschwörungstheorien“ weiterlesen