Wo ist das Reich Gottes?

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Im Lukas-Evangelium – und nur dort – bekommt Jesus einmal die Frage gestellt, wann denn das Reich Gottes komme? Seine Antwort ist merkwürdig: »Das Königtum Gottes kommt nicht in beobachtbarer Erscheinung. Auch wird man nicht sagen: Da – hier ist es! Oder – dort ist es! Das Königtum Gottes ist entos hymon. (Lk 17,20-21; Ü. nach Fridolin Stier). „Wo ist das Reich Gottes?“ weiterlesen

Die Kränkungen des (modernen) Menschen. Zum Programm in der AKADEMIE am DOM 2020/21

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Vertrauen | Krise. Unter diesem Motto steht das Programm 2020/21 in der AKADEMIE am DOM. Niemand konnte bei der Themenwahl ahnen, in welche Krise COVID-19 die Welt stürzen würde – mit noch unabsehbarem Ende. Ihr sind deshalb die ersten, nach vorsichtiger Öffnung hoffentlich stattfindenden, Veranstaltungen im September 2020 gewidmet. Nach dem Jubiläum der THEOLOGISCHEN KURSE am 1. Oktober (siehe vorige Ausgabe von magazin KLASSIK) eröffnet eine interdisziplinäre Vortrags- und Gesprächsreihe zu den großen Kränkungen des modernen Menschen das Wintersemester 2020/21 in der AKADEMIE am DOM: je zwei renommierte WissenschaftlerInnen befragen und diskutieren das fragil gewordene Selbstbild des Menschen, der – nicht erst seit Corona, aber wohl darüber hinaus – mit dem Verlust seiner Mitte, seiner Einzigartigkeit, seiner Ideale, seiner Freiheit und seiner Leistungsfähigkeit zurechtkommen muss.

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„Die Zukunft beginnt jetzt“ – Philosophische Gedanken für den Tag

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Radio Ö1: „(Philosophische) Gedanken für den Tag“ (Jänner 2017) von Dr. Peter Zeillinger.

Die Regeln der Zukunft erfinden (Jean-François Lyotard) – Sendung Mo, 2.1.2017
Die Zukunft das Jetzt bestimmen lassen (Bibel und Koran) – Sendung Di, 3.1.2017
Den Anfang vom Ende her schätzen lernen (Judith Butler) – Sendung Mi, 4.1.2017
Die Gerechtigkeit und das „Vielleicht“ (Jacques Derrida) – Sendung Do, 5.1.2017
Wer hat eigentlich das Asyl erfunden? – Sendung Fr, 6.1.2017
„Vielleicht wird das Unmögliche daher notwendig gewesen sein“. Der Zukunft Stimme verleihen (Alain Badiou und Jacques Derrida) – Sendung Sa, 7.1.2017 „„Die Zukunft beginnt jetzt“ – Philosophische Gedanken für den Tag“ weiterlesen

„Alles an dir ist schön, und schön ist deine Liebe.“ Das Ringen um eine neue Sprache in der Sexualmoral: nur eine Frage der Rhetorik?

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Beitrag von Prof. Dr. Martin M. Lintner OSM

1. Die „außerordentliche Schönheit der menschlichen Liebe und des Ehebandes“

Das Vorbereitungsdokument für die im Oktober 2014 geplante dritte außerordentliche Bischofssynode „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“[1] fasst die kirchliche Lehre über Ehe und Familie zusammen und ruft ihre biblischen und heilsgeschichtlichen Grundlagen in Erinnerung. Es spricht u. a. von der „außerordentlichen Schönheit der menschlichen Liebe, die bereits mit inspirierten Zügen im Hohenlied gefeiert wird“, und des „Ehebandes, das von Propheten wie Hosea (cf. Hos 1,2-3,3) und Maleachi (cf. Mal 2,13-16) gefordert und verteidigt“ wird. Durch diese außerordentliche Schönheit der menschlichen Liebe und des Ehebandes „hat Jesus die ursprüngliche Würde der Liebe des Mannes und der Frau bekräftigt“. „„Alles an dir ist schön, und schön ist deine Liebe.“ Das Ringen um eine neue Sprache in der Sexualmoral: nur eine Frage der Rhetorik?“ weiterlesen

Die Macht der Musik: Schlaglichter auf die europäische Musikgeschichte

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Musik und Gesang sind dem Menschen gegeben: sie sind Ausdruck seiner Lebendigkeit, dringen mühelos in die emotionalen Tiefen seiner Existenz und befähigen ihn zu unvergleichlich intensiver Kommunikation mit Gott und der Welt. Machtvolle Wirkungen, die dem Guten dienen und dennoch für Missbrauch anfällig sind: für Feste und Feiern, zur Bildung von Geist und Gemüt, für Eliten und selbstbewusste Bürger – für Krieg und Frieden. Freilich: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ (F. Nietzsche). „Die Macht der Musik: Schlaglichter auf die europäische Musikgeschichte“ weiterlesen

Von der Vergänglichkeit alles Irdischen im Koheletbuch

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Beitrag von Ao. Univ.-Prof. Dr. Andreas Vonach / Universität Innsbruck

Den berühmten Mottovers des Buches Kohelet hebel habalim amar kohelet, hebel habalim, hakol hebel (hebr.) hat Martin Luther in seiner ersten Version der Lutherbibel wiedergegeben mit: Eitelkeit der Eitelkeiten … es ist alles eitel. Im deutschen Sprachverständnis des 16. Jahrhunderts hatte „eitel“ eine andere Bedeutung als heute und meinte soviel wie „verdorben, ungenießbar, unbrauchbar, leer, nichtig, …“. Einem solchen Verständnis entsprechen allerdings auch bereits die griechische und die lateinische Texttradition mit ihren Wiedergaben mataiotes bzw. vanitas. Dahinter steht die Grundprämisse, dass das Koheletbuch von einer negativen, pessimistischen, ja gar nihilistischen Weltsicht geprägt sei, eine Vorannahme, der auch heute noch zahlreiche Exegetinnen und Exegeten folgen.[1] „Von der Vergänglichkeit alles Irdischen im Koheletbuch“ weiterlesen

Religionswissenschaft: Eine empirisch-kritische Rekonstruktion religiöser Traditionen

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Beitrag von Univ.-Prof. DDr. Franz Gmainer-Pranzl

Wie sich immer wieder zeigt, erfreut sich das Fach und Themenfeld Religionswissenschaft, also die Auseinandersetzung mit anderen Religionen, eines regen Interesses, sodass dieses Fach als „selbstverständlicher“ Teil des Theologischen Kurses erscheint. Weniger selbstverständlich ist hingegen, worin das Charakteristische einer religionswissenschaftlichen Auseinandersetzung besteht. „Religionswissenschaft: Eine empirisch-kritische Rekonstruktion religiöser Traditionen“ weiterlesen

„Ohne Eros keine Liebe.“ Der Blick auf die Erotik in Amoris Laetitia

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Beitrag von Prof. Dr. Martin M. Lintner OSM

Dass es Eros und erotische Liebe in der Tradition der christlichen Sexualmoral nicht leicht gehabt haben, ist hinlänglich bekannt. Noch in der Neuzeit wurde der Eros als begehrendes, besitzergreifendes Streben verstanden, das sich nur schwer mit der sich verschenkenden und hingebenden Liebe versöhnen lässt. „„Ohne Eros keine Liebe.“ Der Blick auf die Erotik in Amoris Laetitia“ weiterlesen