„Nah – und schwer zu fassen“. Poetikvorlesungen zwischen Literatur und Religion

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Beitrag von Dr. Tobias Mayer

Allen dunklen Stunden menschlichen Daseins zum Trotz bringen ästhetische (sinnliche) Erfahrungen es immer wieder zum Vorschein: das Wunder im Beiläufigen, das Ergreifende im Flüchtigen. Eines der Ausdrucksmittel für diese Widerfahrnisse ist die Dichtung. In der Literatur selbst steckt überdies eine unverfügbare Kraft, die den Menschen über sich selbst hinausführen kann. In der ersten Strophe von Hölderlins Hymne „Patmos“ heißt es: „Nah ist / Und schwer zu fassen der Gott“ – eine Wendung, in der man das Problem aller Versuche zwischen Literatur und Religion angedeutet sehen kann. Der Auftakt enthält aber auch ein Versprechen, wenn man die folgenden Zeilen der Hymne kommentierend hinzu nimmt: „So sprach ich, da entführte / Mich schneller, denn ich vermutet / Und weit, wohin ich nimmer / Zu kommen gedacht, ein Genius mich“… „„Nah – und schwer zu fassen“. Poetikvorlesungen zwischen Literatur und Religion“ weiterlesen

Stefan Zweig über Erfolg in der Politik

Stefan Zweig
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Am 29. Jänner 2020 hielt Dr. Arturo Larcati, der Leiter des Stefan Zweig Zentrums der Universität Salzburg bei der AKADEMIE am DOM einen Vortrag, in dem er den folgenden Text vorstellte, den Zweig 1934 veröffentlicht hatte. Er stammt aus seinem Werk Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam und liest sich wie für heute geschrieben. „Stefan Zweig über Erfolg in der Politik“ weiterlesen