Biblisches zur aktuellen Krise

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Beitrag von Univ.-Prof. Dr. Georg Fischer SJ

Die Pandemie und ihre Folgen lassen nach Orientierung suchen. In der Bibel finden sich mehrere Texte, die sich dafür anbieten. Zuerst ist an das Motiv vom „Aussatz“ zu denken, der als ansteckende Krankheit angesehen wurde, auch wenn es sich oft nur um ungewöhnliche Veränderungen an der Haut handelte (T. Hieke). „Biblisches zur aktuellen Krise“ weiterlesen

In der Wüste mehr auf Gott vertrauen lernen oder: „Ist Jhwh in unserer Mitte oder nicht?“ (Ex 13,7)

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Beitrag von Univ.-Prof. Dr. Georg Fischer SJ

In der Wüste mehr auf Gott vertrauen lernen oder: „Ist Jhwh in unserer Mitte oder nicht?“ (Ex 13,7): Predigtskizze für die 18-Uhr Abendmesse am 15.3.2020, die wegen der Ausgangssperre nicht mehr gehalten werden durfte „In der Wüste mehr auf Gott vertrauen lernen oder: „Ist Jhwh in unserer Mitte oder nicht?“ (Ex 13,7)“ weiterlesen

Eine Kerze im Fenster. Ein Hoffnungslicht in der Coronavirus-Pandemie

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Beitrag von Dr. Dr. Predrag Bukovec

Die Corona-Krise hat jetzt schon fatale Auswirkung auf das Leben der Menschen. Davon bleibt auch die Liturgie nicht verschont, die mit einer noch nie dagewesenen Situation konfrontiert ist, nämlich mit dem Einstellen der öffentlichen Gottesdienste in den Kirchen. Das liturgische Leben spielt sich für die meisten Menschen nun vor allem zu Hause ab. „Eine Kerze im Fenster. Ein Hoffnungslicht in der Coronavirus-Pandemie“ weiterlesen

Singt das Lob dem Osterlamme

© Ingrid Fischer, Lamm, Sant' Ambrogio, Mailand

Welches Lied verbinden Sie mit der Feier der Auferstehung Christi? Mit welchen Worten, welcher Melodie würden Sie Ihrer Osterfreude Ausdruck verleihen? Seit über eintausend Jahren erklingt am Ostertag in der Liturgie die Sequenz Victimae paschali laudes, und seit dem 12. Jahrhundert ist das Osterlied Christ ist erstanden zunächst als noch einstrophiges Gemeindelied belegt; unterschiedliche mehrstrophische Erweiterungen lassen sich ab dem 14./15. Jahrhundert feststellen, bis sich im 19. Jahrhundert weitgehend seine heutige dreistrophige Fassung etabliert hat. Beide Gesänge wurden vielfach rezipiert und musikalisch bearbeitet. Martin Luther schuf daraus den Choral Christ lag in Todesbanden, der auch einer berühmten Osterkantate von Johann Sebastian Bach zugrunde liegt. Und beide Osterweisen finden sich in schlichter Form bis heute an prominenter Stelle in den katholischen und evangelischen Gesangsbüchern. „Singt das Lob dem Osterlamme“ weiterlesen

…Und noch immer bin ich bei dir! Spirituelle Impulse aus der Osterzeit

© St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 391, p. 33 – Antiphonarium officii

Wie es nach Ostern weiterging? Und erst recht nach Pfingsten? Die fortgesetzte Lesung aus der Apostelgeschichte schildert die Dynamik des Erlösungsgeschehens in Erzählform, die Einzugsgesänge des Chorals während des siebenwöchigen Ostersonntags geben sie verdichtet wieder: Das Leben, zu dem Christus aus der Todesnacht erwacht ist, hat die ganze Schöpfung erfasst; darin eingetaucht werden aus Menschen Töchter und Söhne Gottes, und die Welt ist erfüllt vom Erbarmen Gottes und dem Lied der Geretteten – nur wer es nicht mitsingen will, muss gehen …          „…Und noch immer bin ich bei dir! Spirituelle Impulse aus der Osterzeit“ weiterlesen

Gott will im Dunklen wohnen

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Beitrag von Prof. Dr. Egbert Ballhorn

Ein Weihnachtslied zum Gründonnerstag, ein Lied auf der Grenze.

Das Advents- und Weihnachtslied, von Jochen Klepper in großer Bedrängnis 1939 geschrieben, ist ein Text, der weiter reicht als in die Weihnachtszeit.

Das Lied steht an der Grenze zwischen Finsternis und Licht, es besingt den Übergang von Nacht zu Tag, von Finsternis zu Licht. Wie in der Logik der Psalmensprache ist es nicht linear aufgebaut. Es beginnt mit der Nacht und klingt fast mit ihr aus: „Noch manche Nacht wird fallen“. Die letzte Strophe tastet sich langsam zum Licht empor „Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt“. Dass auch mit Menschwerdung Gottes und Auferweckung Christi die Nacht für uns nicht einfach geschwunden ist, wird nicht überspielt. Die Hoffnung ist eine ganz andere: Gott selbst hält die Nacht aus, er tritt mitten in das hinein, was das reine Gegenteil seiner selbst und doch irgendwie auch Teil seines Wesens ist. Ps 139,12. „Gott will im Dunklen wohnen“ weiterlesen

Theologie der Spiritualität: Reflexion über die personale Aneignung des Glaubens

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Beitrag von Univ.-Prof. Dr. Josef Weismayer

Schon in den Anfängen der THEOLOGISCHEN KURSE war im Studienprogramm ein Fach „Frömmigkeitslehre“ vorgesehen, etwas Ähnliches wurde im akademischen Lehrbetrieb erst Jahrzehnte später angeboten. Mit dem Begriff „Frömmigkeitslehre“ war ein Themenbereich umschrieben, den wir heute mit „Theologie der Spiritualität“ bezeichnen. Damit war man eigentlich den Fakultäten voraus. „Theologie der Spiritualität: Reflexion über die personale Aneignung des Glaubens“ weiterlesen

„Gott, du hast uns wunderbar erschaffen und noch wunderbarer wiederhergestellt“: Anmerkungen zur Geschichte der Feiern von Umkehr und Versöhnung

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Mit diesen Worten des Staunens, der Freude und des Dankes preist die Kirche am Weihnachtstag wie auch bei der Taufgedächtnisfeier in der Ostervigil Gott für sein rettendes Handeln am Menschen: denn „sehr gut“ ist alles, was Gott geschaffen hat (vgl. Gen 1,31); ein „wunderbarer Tausch“ ist es, wenn Gottes Wort – sein Sohn – in der Weihnacht Mensch wird, damit die Menschen göttliches Leben gewinnen; überwältigend aber ist die Erfahrung jener „wahrhaft seligen“ ersten Osternacht, „die Himmel und Erde versöhnt, die Gott und Menschen verbindet“ und die Gläubigen staunend rufen lässt: „O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden!“ (aus dem Osterlob Exultet). „„Gott, du hast uns wunderbar erschaffen und noch wunderbarer wiederhergestellt“: Anmerkungen zur Geschichte der Feiern von Umkehr und Versöhnung“ weiterlesen

Wann ist man Christ?

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„Lasst euch erneuern durch den Geist in eurem Denken“ – mit diesen Worten fordert Paulus die Gemeinde in Ephesus auf, sich auf die Lehre Jesu zurückzubesinnen und die eigene Lebensführung zu überdenken. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit – das Umdenken ist eine Daueraufgabe jedes Christen. Das eigene Gottesbild, sich selbst und das Verhältnis zum Nächten in Frage zu stellen, war lange eine tägliche Praxis der Christen in Form der täglichen Gewissenserforschung. „Wann ist man Christ?“ weiterlesen